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Bolz & Grätsch E012 – Summertime Grätschness

Der podcastgewordene Sommerlochstöpsel gibt den zahlreich in den Urlaub gegangen Kollegen Windschatten und bringt euch durch die pflichtspielfreie Zeit. Mit einem quietschbunten Füllhorn an lustigen, skurrilen und betroffen machenden Anekdoten und Funfacts überschüttet das Trio (Marius hat sich mal wieder dazugesellt!) diesmal die zahlreichen Hörer an den digitalen Endgeräten. Digital Detox durch Teletext, absurde Tattooverfehlungen und eine aufwühlende Geschichte aus dem Gelsenkirchener Zoo sind nur einige von vielen Stories im boulevardesken Themenpotpurri dieses umtriebigen Fussballpodcasts.

Für mehr von unserem Podcastprojekt, schaut doch mal auf ww.bolzgraetsch.de vorbei!

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Bolz & Grätsch E004 – Live#1 Das Hinspiel mit Martin Max

Das Yin und Yang der deutschen Fussballpodcastszene hat es endlich aus dem muffigen Aufnahmeraum herausgeschafft und darf sein Unwesen auf der Bühne treiben. Den freien Platz zwischen den beiden Kreisligaveteranen hat Vollzeittorjäger und WM2002-Fahrer der Herzen Martin Max eingenommen. Es entstand ein buntes Potpourri aus Ascheplatzstories, Eurofighteranekdoten und dem Hobby von Yves Eigenrauch.

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#12 – Liebes EA Sports-Entwickler-Team…

Es war DIE Sensation für alle Jünger des gepflegten virtuellen Kickens: EA Sports wird mit FIFA 16 zum ersten Mal auch Mannschaften aus dem Frauenfussball auf den Bildschirm bringen. Bevor wir jetzt in die gleiche Kerbe schlagen, wie viele Chauvinisten vor uns: Nein, wir glauben nicht, dass man mit der Freestyle-Taste über Gegenspielerinnen lästert. Nein, Schießen, Passen und Flanken werden nicht mit der gleichen Taste ausgeführt und NEIN es wird KEINEN Dessous-Soccer-Modus geben.

Wir gehen den nächsten und längst überfälligen Schritt:

Wir machen uns stark für einen weiteren Modus, der viele Menschen begeistern wird und fordern deshalb für FIFA17 den Modus:

Kreisliga

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Um EA Sports ein wenig zu unterstützen, haben wir auch schon Konzeptideen für den neuen Modus:

6 verschiedene Platzarten (Eigenschaften könnt ihr hier nachlesen):

Rasen, Acker, Rote Asche, Schwarze Asche, Asche-Unkraut-Wiese-Mix, Kunstrasen

5 verschiedene Witterungen, die immer direkten Einfluss auf Ball- und Spielerverhalten sowie Verletzungsrisiko haben:

Sonne, Regen, Starkregen, Frost, Nebel, Schnee

Klassische Schiedsrichtertypen:

Zum Beispiel:

– alt, dick und bleiben immer am Mittelkreis (hohe Wahrscheinlichkeit von Fehlentscheidungen)

– jung und dynamisch, aber damit sehr sehr SEHR genau. Es wird alles gepfiffen

Auch was die Spieler angeht, stellen wir uns ein komplett neues System vor:

Die Stärke einzelner Spieler variiert von Spiel zu Spiel sehr stark. Sie kann beeinflusst werden von zufälligen Ereignissen wie:

– Mannschaftsabend vor dem Spiel (Werte fallen)

– Freundin/Familie/ein ominöser Scout guckt zu (Werte steigen)

– usw.

Die Spieler haben neue, auf die Kreisliga zugeschnittene klassische Spezialattribute (eine kleine Hilfe, welche Spielertypen es in der Kreisliga gibt, findet ihr hier:

– Raucher

– Trinker

– hat schon Mal höher gespielt

– Schönling

– Kampfmaschine/Zerstörer

Optisch warten die Spieler mit allem auf, was das Kreisliga-Herz begehrt: Bierplautze, Schnurrbart (auch Schnubbi oder Schnörres genannt), Halbglatze, Minipli und Vokuhila im Manta-Stil

Auch die Steuerung im Spiel wird komplett neu gestaltet. Je nach Spielerstärke haben einzelne Controllertasten keine feste Funktion. Je schlechter der Spieler ist, desto stärker rotiert die Funktion. Man weiß also (am Beispiel der Playstation) nicht, ob wirklich ein Pass erfolgt, wenn man X drückt. Und so kann es sein, dass man bei einem Pass einen Steilpass spielt, statt Schuss ein Pass erfolgt oder man stattdessen eine Flanke schlägt.

Die Sprinttaste kann man bei den meisten Spielern wenn überhaupt nur in den ersten 30 Minuten einsetzen. Danach kann man die Taste benutzen, um an der Seitenlinie zu trinken oder zu rauchen.

Mit der Speedcontrol und Dribblingfunktion kann man kleinere Slapstickeinlagen, wie Bogenlampen, über den Ball stolpern, über Platzfehler stolpern usw. kontrollieren. Außer der Spieler hat einen hohen Technikwert oder befindet sich im (nachfolgend beschriebenen) Goldener-Bierkasten-Modus.

Der Goldene-Bierkasten-Modus

Ein Zufallsgenerator ermöglicht jedem Spieler einmal im Spiel eine Super-Fähigkeit. Im Laufe des Spiels hat man die Möglichkeit, dann einmal einen unhaltbaren Schuss abzufeuern, einen genialen Pass zu spielen oder ein unwiderstehliches Dribbling anzusetzen. Entsteht pro Spieler maximal ein Mal pro Spiel, allerdings sehr selten. Erscheint über einem Spieler ein Goldener Bierkasten, hat er gerade seinen lichten Moment – diesen Spieler sofort anspielen und alles tun, was man sich vorstellt.

Um das Kreisligaerlebnis perfekt abzurunden, werden die Spiele in der deutschen Version von Hans Sarpei und Ralf Richter kommentiert.

Abgespalten davon soll der Fußball Manager 2017 entstehen. Da sind wir allerdings noch in der Konzeption. So soll es zum Beispiel mehrere Zahlungsmöglichkeiten geben. Aktuell im Gespräch: Bierkästen und Grillgutscheine. Verträge werden als Bierdeckel dargestellt, das Büro ist entweder ein kleines Kabuff im Vereinsheim, der erste Tisch in der Kneipe des Vereins, oder eine rauchige Ecke einer lokalen Kneipe.

Die Möglichkeiten sind nahezu unendlich! Uns juckt es verdammtnochmal in den Fingern!

EA Sports – Ihr seid am Zug!

#08 – JHV in einem Kreisliga-Club-Bullshit-Bingo

In dieser Serie stehen die abertausenden Amateurkicker im Mittelpunkt. Wir erklären die Faszination Kreisliga und warum es sich immer wieder lohnt die Knochen für den Verein hinzuhalten. An jedem verdammten Sonntag.
Heute geht es um den Termin, den jeder Verein, egal ob Bayern München oder der winzige Kreisliga-Club um die Ecke, am Ende des Jahres hat: Die Jahreshauptversammlung.
Hier ist meist ziemlich absehbar, wie der Abend verläuft. Bier, Phrasen und leere Versprechungen kommen oft vor. Deshalb haben wir für EURE bevorstehende JHV mal ein kleines Bullshit-Bingo erstellt, das ihr ausdrucken und dorthin mitnehmen könnt.

Funfact: Wer zuerst vier Kreuze in einer Reihe hat, muss die nächste Runde holen! (Lässt sich auch problemlos zum Kabinen-Guide ergänzen)

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Bullshit-Bingo

 

GEWINNSPIEL: Kadermanager – Anwesenheitsplaner für dein Sportteam

In vielen Amateurteams leider ein bekanntes Szenario: Der Trainer steht am Trainingstag am Platz und weiß nicht wer noch alles kommt. Das wirft zwangsläufig Fragen auf:

– Welche Übungen können durchgeführt werden?
– Wie viel Platz brauchen wir?
– Können wir überhaupt trainieren?

Auf der anderen Seite haben die Spieler ebenfalls mit Problemen zu kämpfen:

– Ich will absagen, aber der Trainer geht nicht ans Handy.
– Kann mich jemand zum Training mitnehmen?
– Welches Schuhwerk brauche ich?

Doch anstatt im Dunkeln zu tappen, kann es in Zukunft wesentlich einfacher aussehen. Mit Kadermanager können diese Probleme nämlich passé sein!

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Moderne Teamorganisation

Organisation ist in einer Mannschaft alles und die lässt sich mit der Hilfe des prämierten Anwesenheitsplaners deutlich vereinfachen.
Der Trainer erstellt, vergleichbar mit der Facebook-Funktion, für jedes Training und Spiel eine Veranstaltung, die mit Ort, Treffpunkt und Uhrzeit versehen wird. Dann kann jeder Spieler angeben, ob er „IN“ oder „OUT“ ist. So hat der Trainer und auch alle Spieler ganz schnell und übersichtlich ein Resümee der zu erwartenden Beteiligung. Praktisch sieht das dann so aus:

Spielerprofile wie die Profis

Nicht nur Termine lassen sich mit Kadermanager besser strukturieren. Auch die Mannschaft als solche lässt sich in ein professionelles Licht rücken. Jeder Spieler kann hier mit einem eigenen Profil inklusive Bild in bester Panini-Manier angelegt werden. Online, wie die Profis quasi.
Aber nicht nur visuell machen die Profile einige her, auch informativ gibt es viel zu verzeichnen. So kann anhand des Profils nachgehalten werden, wie oft ein Spieler in den letzten Monaten beim Training war. Ein Segen für die Argumentation eines jeden Trainers!

Wachsende Beliebtheit

Kadermanager beschränkt sich nicht nur auf König Fussball, sondern stell für jede Menge weitere Sportarten angepasste Möglichkeiten zur Verfügung. So nutzen ebenfalls Handballer, Basketballer oder Eishockeyspieler den Dienst. Selbst nicht ganz so gängige Sportarten, wie Fechten oder Paintball kommen hier nicht zu kurz.
In Deutschland nutzen bereits über 400 Jugend- und Amateurteams den Dienst. Tendenz: Steigend! Denn in ganz Europa sind es schon über 300.000 Nutzer.

Pro-Variante im Wert von 96 Euro zu gewinnen

Das Schöne an Kadermanager ist, dass es grundsätzlich kostenlos ist. Für die Standard-Variante fallen keinerlei Gebühren an. Hat man aber einmal Blut geleckt und möchte noch mehr Features, wie SMS-Reminder, detailliertere Statistiken oder mehr Speicherplatz für Fotos, Videos und Dokumente nutzen, so geht kein Weg an der Pro-Variante vorbei. Diese kostet normalerweise 96 Euro pro Jahr.

In Kooperation mit Kadermanager können wir euch aber eine solcher Pro-Varianten im Wert von 96 Euro für ein Jahr zur Verfügung stellen und verlosen diese in der kommenden Woche an einen von euch!

Wie kann ich teilnehmen?

Ganz einfach! Zwei Dinge müsst ihr tun:

Like für unsere Facebook-Seite von DIAGO abgeben
– Privatnachricht mit dem Gewinnbegriff „Kadermanager“ bei Facebook an uns

Dann seid ihr automatisch in der Verlosung dabei!

Wie lange läuft die Aktion?

Die Aktion läuft von heute, dem 16.11.2014 bis einschließlich 23.11.2014.

Wie werde ich benachrichtigt, falls ich gewinne?

Dem Gewinner schreiben wir am Montag, den 24.11.2014, per Privatnachricht bei Facebook zurück. Checkt also dann auf jeden Fall eure Nachrichten!

Dann bleibt uns nichts mehr zu sagen, außer: Viel Glück!

 

 

Offizielles: Teilnahmeberechtigt sind alle „Liker“ der Facebook-Seite von DIAGO. Die Teilnahme erfolgt über eine private Nachricht an die Facebook-Seite von DIAGO. Um an der Verlosung teilzunehmen, muss die Nachricht im Aktionszeitraum eingehen und den Begriff „Kadermanager“ enthalten.

Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Veranstalter des Gewinnspiels ist DIAGO. Der Veranstalter behält sich das Recht vor, das Gewinnspiel anzupassen, zu ändern oder abzubrechen, falls die Notwendigkeit dazu besteht.

#06 – Der Kabinen-Guide – Verhaltensregeln und Empfehlungen

In dieser Serie stehen die abertausenden Amateurkicker im Mittelpunkt. Wir erklären die Faszination Kreisliga und warum es sich immer wieder lohnt die Knochen für den Verein hinzuhalten. An jedem verdammten Sonntag.
Heute geben wir euch ein paar Verhaltensregeln an die Hand, mit denen ihr in keiner Kabine negativ auffallt.

Die Kabine, ein sagenumwobener Ort. Das Allerheiligste einer Mannschaft. Was hier passiert, bleibt auch hier und geht die Außenwelt nichts an. Für Außenstehende ein absolutes Rätsel, für Insider ein Ort, der durch Regeln und festegelegte Verhaltensweisen kontrolliert wird. Nichts geschieht hier außerplanmäßig, alles hat seine Struktur. Jegliche Verstöße werden wahlweise mit Geldstrafen und/oder Verachtung geahndet. Vor allem aber mit Verachtung.

Damit ihr in der Kabine nicht negativ auffallt, haben wir für euch ein paar Grundregeln zusammengeschrieben. Wenn ihr euch an diese haltet, habt ihr schon mal viel richtig gemacht.

Die Sitzordnung wird nicht geändert.

Jede Mannschaft hat an ihrer Sportanlage eine Lieblingskabine. Diese wird bei jedem Training und jedem Heimspiel genutzt. In dieser herrscht eine striktere Sitzordnung, als in jeder Bundestagssitzung. Die Urgesteine haben hier teilweise seit einem Jahrzehnt denselben Platz. Änderungen sind mehr als unerwünscht. Sollte jemand also auf die Idee kommen den Platz eines anderen einzunehmen, muss dieser mindestens mit einem markigen Spruch á la „Haste gelitten oder was?“ rechnen. Neben entsetzten Blicken und der Erwartung des sofortigem Wechselns der Sitzposition.
Besonders tragisch wird es dann, wenn beispielsweise ein unbedarfter A-Jugendlicher aus Unwissenheit den Sitz eines Platzhirsches einnimmt. Die umhersitzenden Schaulustigen lassen das Küken dann gerne ins Unheil laufen.

Niemals die Sporttasche offen stehen lassen.

Klingt zunächst mal nach Diebstahlvorkehrungen. Hat damit aber absolut nichts zu tun. Hiermit ist vielmehr gemeint, dass die Kronenkorken der in der Kabine geöffneten Bierflaschen in die offenen Taschen geworfen werden. Die Kronkorkenstatistik ist in manchen Mannschaften wichtiger, als die Tabelle und wird penibel geführt. Denn die Spitzenreiter mit dem meisten Metall in der Tasche werden am Ende der Saison beispielsweise zu den Kellnern der Mannschaftsfahrt ernannt. Die Strafenart ist da zwar flexibel, aber nicht minder grausam.

Die Dusche wird nicht angelassen.

Diese Regel findet natürlich nur noch in Kabinen Anwendung, in denen sich Duschen befinden, die von Hand ausgemacht werden müssen. Neuere Duschen sind mit entsprechenden Automatismen ausgestattet, die nach kurzer Zeit von selbst abgedreht werden. Damit diese Regel nicht ausstirbt, plädieren viele Vereine auch „Gegen die moderne Sanitäranlage“. Verstöße gegen diese Regel werden üblicherweise mit kleinen Geldstrafen für die Mannschaftskasse und verächtlichen Blicken des Hausmeisters geahndet.

Immer an Badelatschen denken.

Wer eine herkömmliche Sportkabine schon mal betreten hat, der ist vermutlich nicht allzu pingelig. Mit einer öffentlichen Bahnhofstoilette oder der Pissrinne einer Ballermann-Diskothek kann sie zwar nicht  mithalten, ein oder zwei Stufen darunter ist man aber bei der Kabine. Aus diesem Grund ist es eminent wichtig Badelatschen zu tragen. Denn die Dusche wird nicht selten bewusst mit der Toilette verwechselt. Pinkelt jemand in die Dusche, wird das lautstark entweder mit positivem oder negativem Unterton festgestellt. Welche Krankheiten auf dem Boden einer Kabinendusche lauern, da sprechen die Mythen vom harmlosen Fußpilz, über Gürtelrose bis Krätze und auch Aids. Bei vergessenen Badelatschen wird sich oft auch zu zweit sogar lieber ein Paar geteilt und auf einem Bein zur Dusche gehüpft.

Als Auswechselspieler nimmt man den Wasserkasten/Arztkoffer/Eiskoffer mit raus.

Eine ungeschriebene, aber in Stein gemeißelte Regel der Kreisliga. Die Utensilien, die während des Spiels an der Bank benötigt werden, werden von den Auswechselspielern mitgenommen. Die erste Elf ist von dieser Pflicht befreit. Manch einer bildet sich auf dieses Privileg sogar Starallüren ein. Dabei will doch niemand im Spiel ohne das allmächtige Eisspray aus dem Arztkoffer auskommen.

Furzen und Rülpsen ist erwünscht.

Die Kabine ist vor allem einer der letzten Zufluchtsorte des modernen Mannes. Viele der allgemein etablierten Verhaltensmuster in der Gesellschaft sind hier außer Kraft gesetzt. Wer nicht in einer RTL2-Reality-Doku enden will, der unterlässt oben genannte Handlungen daheim lieber. In der Kabine hingegen gibt es diese Zwänge nicht. Wer also nicht auffallen will, zollt diesen Äußerungen männlichen Verhaltens Respekt, denn nur hier kann er sich seiner Natur entsprechend verhalten. Dabei gelten die Faustregeln: Rülpsen wird entweder mit Beifall oder mit Konter honoriert, bei Furzen wird gelacht.

Schläge auf intime Körperteile nicht persönlich nehmen.

Unter Männern sind gewisse Dinge Usus, die nicht allzu maskulin anmuten. Wenn man einen Klaps auf das Gesäß, den Bauch oder auf das Geschlechtsteil bekommt, ist das grundsätzlich obligatorisch, aber niemals persönlich. Diese Handlung dient lediglich als maskuline Respektsbekundung, sollte auch so verstanden werden und niemals in einen homosexuellen Kontext gebracht werden. Im Gegenteil: Wer sich daraufhin ziert oder wegzieht, wird in einem homosexuellen Zusammenhang gebracht.
Der klassische Nackenklatscher ist zwar keine intime Stelle, dafür aber schmerzhaft und darf gekontert werden.

Wenn Bier angeboten wird, darf es niemals abgelehnt werden.

Eine typische Situation: Nach dem Training oder dem Spiel stellt irgendwer einen Kasten in die Kabine. Jeder Anwesende ist dabei verpflichtet sich zu bedienen. Alleine schon um dem edlen Spender seinen Respekt auszudrücken. Als einzige glaubwürdige Ausrede für eine Ablehnung gilt das Argument noch fahren zu müssen. Eine kürzlich überstandene Lebertransplantation geht als Einzelfallentscheidung auch durch. Andernfalls wird gerne hinterfragt, was man hier eigentlich will. Denn das Bier dient dem Zweck der Geselligkeit. Wer es ablehnt, dem wird unterstellt kein Interesse an eben solcher zu haben.

Bier darf unter keinen Umständen verschüttet werden.

Analog zu der oben genannten Regel bezüglich des Biers lässt sich ergänzen, dass auf Verschütten von Bier mit tiefem Unverständnis und Kopfschütteln reagiert wird. Meistens sagt dann jemand, dass er beim Bier keinen Spaß versteht. Sogenannter „Bierfrevel“ wird allgemein damit bestraft, dass die nächste Kiste auf den Angeklagten geht.

Ernste Gesprächsthemen sind tabu.

Die Kabine bietet viel Raum für allerlei freies Gelaber. Auch solches, was sonst eher nicht über die Lippen kommt. Diese Freiheit macht den Mythos der Kabine auch aus. Dabei gilt allerdings zu beachten, dass ernstere Themen, wie Politik, Emotionales oder Tiefgründiges tabu sind. Davon möchte niemand etwas wissen, wenn er auf den heimischen Brettern der Umkleidebank sitzt. Akzeptable Themen sind: Autos, Filme, Frauen, Partyerlebnisse, Frauen, Fussball bzw. Sport allgemein, Körperteile von Frauen und Stuhlgang.

Nach dem Duschen wird sich nur mit Handtuch gebückt.

Der Nebenmann in der Kabine bedankt sich.

Finalgon wird nicht in geschlossenen Räumen benutzt.

In jeder Mannschaft gibt es mindestens einen von Ihnen: Die Finalgon-Jünger. Zur Erklärung: Finalgon ist eine Creme, die die Haut fühlbar warm hält. Grundsätzlich an kälteren Tagen keine schlechte Idee, aber wer das Zeug schon mal benutzt hat, weiß, dass alleine das Öffnen der Tube einen gesamten Kabinentrakt mit einem beißend chemischen Geruch belastet.

Keine persönlichen Dinge in der Kabine liegen lassen.

Wenn jemand etwas in der Kabine vergisst, sorgt das zunächst mal für große Erheiterung. Denn in jedem guten Strafenkatalog einer Kreisligatruppe befindet sich der Passus über vergessene Gegenstände. Hier ist haarklein geregelt welche Gegenstände in welcher Anzahl zu welcher Strafe führen. Wie man es auch dreht und wendet, im Endeffekt bekommt man seine Sachen nur gegen einen kleinen Obolus in die Mannschaftskasse zurück. P.P. Persönliches Pech.

#05 – Der Kreisliga auf den Grund gegangen

In dieser Serie stehen die abertausenden Amateurkicker im Mittelpunkt. Wir erklären die Faszination Kreisliga und warum es sich immer wieder lohnt die Knochen für den Verein hinzuhalten. An jedem verdammten Sonntag.
In unserem heutigen Teil beschäftigen wir uns mit dem Gegner, den beide Teams einer Begegnung haben: Dem Platz.

Während die Platzverhältnisse in der Bundesliga nur marginalen Schwankungen unterliegen, sieht das in der Kreisliga schon ganz anders aus. Dort ist es an jedem Wochenende eine Lotterie, auf welchem Geläuf man seine Fußballschuhe ausführt.

Wir haben heute mal die gängigsten Platzmodelle zusammengefasst, inklusive ihrer jeweiligen Reaktion auf Änderungen der Witterung, Ballverhalten und Verletzungsgefahr.

Rote Asche

Zeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr pflegeleicht ist. Falls er mal abgenutzt aussieht, walzt man kurz drüber und schon ist er wieder glatt.

  • Witterungsverhalten

Sonne (trocken):

Staubt wie Hulle. Im Strafraumgetümmel scheuen die Staubwolken keinen Vergleich mit Sandstürmen in der Sahara. Abgesehen von der trockenen Kehle schnupft man noch tagelang Staubreste ins Taschentuch.

Leichter Regen:

Eigentlich das perfekte Wetter. Wird nicht übermäßig tief, staubt nicht. Bildet nur kleinere Hügel, die Flachpässe, Ballannahmen und Schüsse zur Herausforderung machen.

Starker Regen:

Felix Magath gefällt das. Der Boden wird tief und sickig, es bilden sich meterweite und zentimetertiefe Pfützen. Laufen und Rennen werden zur Qual, der Ball platscht nur noch auf und weigert sich, auch nur ansatzweise zu rollen oder aufzuticken. Ein Fest für Torhüter mit Überwindungsangst.

Frost:

Der Endgegner. Einziger Unterschied zum Parkplatz vor dem Gelände: Der Parkplatz hat keine Hügel, die einem die Gelenke zerreißen. Da hat wirklich keiner Bock.

  • Ballverhalten

Nur für Profis berechenbar. Ballführung, flache Pässe, stoppen, schießen – all das wird zur Herausforderung, da dieser Platz alles ist, außer eben. Selbst gerade gewalzt reichen wenige Spielminuten aus, um unsichtbare aber entscheidende kleine Hügel entstehen zu lassen

  • Verletzungsgefahr

Für die Gelenke noch annehmbar, für Stürze und Grätschen zumindest im trockenen und feuchten Zustand fatal. Die feine Asche ist nur mit Gewalt (Bürste) und auch damit nur sehr schwer aus der Haut zu bekommen. Narben, Haarlosigkeit, eiternde Wunden sind die Folge. Das natürliche Peeling des kleinen Mannes. Kein altgedienter Kreisligaspieler ist glaubwürdig ohne eingewachsene Asche irgendwo im Körper.

  • Weitere Varianten

Rollsplitt:

Die grobere Variante, bei Grätschen bleiben keine Aschekrümel, sondern kleine Steine im Fleisch.

Asche-Wiese-Hybrid:

Meistens im Bereich der Eckfahne und im Strafraum wuchert Unkraut so dicht, dass es zumindest von weitem aussieht wie Rasen.

Rasen

Nicht so pflegeleicht wie Asche. Vor allem bei städtischem Vereinsgelände mit Ascheplatz als Alternative witterungsbedingt regelmäßig gesperrt – zu nass, zu trocken, wird gerade gesät etc. Im Besten Falle schöne ebene Spielgrundlage, im schlimmsten Fall ein Spießrutenlauf für die Gelenke.

  • Witterungsverhalten

Sonne (trocken):

Gut bespielbar, je nach Platz eventuell etwas zu hart. Ansonsten schonend für den Körper. Federt, es wird gerne gegrätscht, staubt nicht.

Leichter Regen:

Ebenfalls gut bespielbar, wird nicht zu tief, federt eher noch etwas besser. Der Platzwart zieht allerdings besorgt die Augenbrauen hoch, denn der Platz fängt im Laufe des Spiels an zu leiden.

Starker Regen:

Je nach Platzqualität reicht es von nur tieferer Boden bis hin zu Schlammschlacht. Der Platzwart sitzt weinend im Vereinsheim. Jeder Ausfallschritt, jede Grätsche reißt Löcher in den Platz.

Frost:

Der Platz wird meistens gesperrt.

  • Ballverhalten

Je nach Qualität meistens berechenbar. Nicht umsonst wird im Profibereich Rasen bevorzugt. Der Ball rollt bei Pässen ohne Umwege von A nach B, tickt berechenbar, bremst (zumindest wenn es trocken ist) kaum ab. Nur bei Regen wird er teilweise sehr schnell, Flachschüsse und Aufsetzer werden vom Trainer angeraten.

  • Verletzungsgefahr

Betrifft eher die Bänder, als die Gelenke. Der Boden federt gut. Bei zu tiefen Rasen besteht die Gefahr auf Bänderdehnungen oder –risse, wenn man steckenbleibt.

  • Weitere Varianten

Wiese:

Nicht nur Rasen, sondern auch Löwenzahn und Gänseblümchen säumen den Platz.

Acker:

Meistens in Kombination mit „Wiese“, der Platz ist uneben bis hügelig, der Strafraumbereich ist vor allem im Fünfmeterraum meistens ein Schlammloch. Bei der Verletzungsgefahr kommt noch das Risiko für die Gelenke dazu, da man öfter und schwerer umknickt, als physiologisch vorgesehen. 

Kunstrasen

Die pflegeleichteste Variante. Unebenheiten wie Hügel und Löcher gibt es nicht. Zwar härter, als der echte Rasen, dafür aber komplett eben. Hier wird jede technische Schwäche offenbart. Zudem ist der Platzwart arbeitslos.

  • Witterungsverhalten

Sonne (trocken):

Aufgrund der nicht natürlichen Herkunft kann man zum Witterungsverhalten bei Sonne nicht viel sagen. Optimales Wetter für Kunstrasen.

Leichter Regen:

Die Tiefe ändert sich nicht, allerdings wird es etwas glatter auf dem Platz. Das richtige Schuhwerk ist schwer zu wählen. Wird meistens durch hinzugeben von Granulat oder Sand künstlich tiefer gemacht, um dem ständigen Ausrutschen entgegenzuwirken.

Starker Regen:

Je nach Einsatz von Granulat/Sand: Glatt wie Hulle. Allerdings meistens doch noch passabel bespielbar, ohne witterungsbedingt die Verletzungsgefahr zu erhöhen. Gutes Drainage-System vorausgesetzt.

  • Ballverhalten

Präzise Pässe und Schüsse möglich. Ball verspringt aus Platzgründen nie. Vor Allem für Techniker der optimale Untergrund. Wird bei Regen spiegelglatt für den Ball. Kurzpassspiel wird dementsprechend anspruchsvoll.

  • Verletzungsgefahr

Belastet anders als bei Asche oder hügeligem Rasen die Gelenke und Bänder nicht aufgrund der Gefahr umzuknicken, sondern aufgrund der künstlichen Federung. Bei Stürzen und Grätschen kann man sich schon mal eine feine Schürfwunde à la Hallenboden zulegen. Kombiniert mit Granulat/Sand immer unangenehm.

  • Weitere Varianten

Nicht vorhanden.