Schlagwort-Archive: champions league

Real kontert Juves Traumtor im Finale von Cardiff

Real Madrid heißt der Champions League Sieger 2017. Zum ersten Mal in der Geschichte verteidigte somit ein Titelträger seine Trophäe aus dem vergangenen Jahr. Der große Verlierer hieß somit Juventus Turin, das zum zweiten Mal in drei Jahren ein Endspiel gegen ein spanisches Top-Team verlor. Wir werfen einen Blick auf die Highlights des Finales.
Erste Halbzeit inklusive Traumtor
Quelle: Zlatan Ibrahimovic via Twitter

Die bessere Halbzeit des Endspiels war ohne Zweifel die erste. Zwei Teams standen sich auf Augenhöhe gegenüber und duellierten sich auf der großen Bühne. Insbesondere Juventus‘ Mut in den ersten 45 Minuten stach hervor, hatten die meisten doch eher eine defensive Meisterklasse vom italienischen Double-Gewinner erwartet. Trotz aller positiven Erkenntnisse ging die Alte Dame in Rückstand. Cristiano Ronaldos Schuss in der 20. Minute war noch abgefälscht und fand seinen Weg an Gianluigi Buffon vorbei ins Netz. Juve steckte jedoch nicht auf und kam nur sieben Minuten später zum verdienten Ausgleich. Der Ex-Münchner Mario Mandzukic erzielte ein fantastisches Tor per Fallrückzieher über den überraschten Keylor Navas hinweg.

Chancenreich war der Rest der ersten Halbzeit im Anschluss nicht mehr, stattdessen neutralisierte man sich etwas im Mittelfeld. Der greifbaren Spannung in Cardiff tat dies keinen Abbruch. Das Finale fand aus Sicherheitsgründen unter geschlossenem Dach statt. Damit handelte es sich um das erste Endspiel der Champions League aller Zeiten, das nicht unter offenem Himmel ausgetragen wurde.

Starke Antwort von Real in Hälfte zwei

Quelle: RMadridHome via Twitter

Die Antwort der Spanier war unter der Leitung von Zinedine Zidane verheerend, zumindest für Juventus. Die Italiener standen bereits zwei Minuten vor ihrem Gegner wieder auf dem Platz, doch wirklich bereit erschienen sie letztlich nicht. Stattdessen begann Real nach und nach, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Bereits in den Champions League-Quoten vor dem Spiel war man von vornherein der Favorit und konnte dies nun auch endlich unterstreichen. Unvermeidlicherweise führte dies zur abermaligen Führung der Königlichen. Casemiros Schuss nach einer Stunde wurde so unglücklich von Sami Khedira abgefälscht, dass die Flugkurve des Balls wiederum genau in die Ecke des Tores führte.

Nur drei Minuten später erzielte erneut Ronaldo das 3:1 für Real und beendete damit effektiv das Spiel. Von Juventus kam nicht mehr viel, stattdessen mussten sie sogar in der Schlussminute noch das vierte Gegentor hinnehmen. Der für den mit Sprechchören verabschiedeten Isco eingewechselte Marco Asensio erzielte damit auch noch das erste Finaltor seiner noch jungen Karriere.

Mal wieder Diskussionsbedarf

Letztlich war die Gelb-Rote Karte für Kolumbiens Nationalspieler Juan Cuadrado vor dem vierten Tor nicht mehr entscheidend, doch die Art und Weise wirft einmal mehr schlechtes Licht auf Sergio Ramos und den deutschen Schiedsrichter Felix Brych. Ramos foulte Cuadrado an der Seitenlinie und ging im Anschluss theatralisch zu Boden, um den Platzverweis gegen den schon verwarnten Juve-Akteuer zu provozieren. Dies gelang leider tatsächlich, da Brych nach kurzer Rücksprache mit seinem Assistenten die Ampelkarte zog.

Trotz der Kritik am sonst ordentlichen Schiedsrichter muss man letztlich konstatieren, dass Real nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft war. Somit hoben die Spieler zurecht erneut den Cup in die Höhe. Diesmal nicht in den Nachthimmel, sondern in Richtung Hallendach. Öfter mal was Neues.

Advertisements

Bolz & Grätsch E009 – Viva la Relegación!

Arriba, andale & hasta la vista: Die Saison 16/17 verabschiedet sich endgültig in ihren wohlverdienten Ruhestand. Der Schlussakt der Saison stellte mal wieder die Pokalfinals und die Relegationen dar. Die beiden heißblütigen Pseudo-Südländer blicken vor allem auf die Auf- und Abstiegsrunden und haben mal ein kleines Pro-und-Contra zu dem Thema diskutiert. In feinstem Spanisch-Kauderwelsch, klar.

Für mehr von unserem Podcastprojekt, schaut doch mal auf ww.bolzgraetsch.de vorbei!

Nike never knew

Nach dem gewonnen CL-Finale gegen Juventus Turin erinnerte Cristiano Ronaldo mit einem alten Bild aus Kindertagen an seine Jugend. Medienwirksam aufgenommen von seinem Sponsor Nike, für die er schon länger als Testimonial fungiert. Soweit nichts Ungewöhnliches in der monetarisierten Fussballwelt heutzutage.

Nur blöd, dass einige spitzfindige Internet- und Bildexperten innerhalb von kürzester Zeit das Ursprungsbild aufgespürt und veröffentlicht haben. Dort ist nämlich ein größerer Ausschnitt zu sehen, der beweist, dass der kindliche Cristiano auf diesem Bild einen Pullover von Nike-Erzfeind Adidas trug. Ein schwerwiegender Recherchefehler.

In der Nike-Redaktion lief das vermutlich so ab:

Tja, Nike never knew.

3 Thesen für das schwache Abschneiden deutscher Topclubs

Grundlegend stimmt etwas mit den mutmaßlichen Top-6-Clubs in Deutschland nicht. Schalke 04, Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg sollten nominell alle um Europa und eigentlich sogar um die Champions League mitspielen. Was ist da los?

Ich stelle folgende Thesen auf:

  1. Die Sportdirektoren müssen weg von der individuellen Klasse. Nicht komplett, aber das Hauptaugenmerk sollte auf dem Zusammenstellen einer homogenen Mannschaft liegen. Das bedeutet präzise Auswahl von Spielern und einem passenden Trainer. Schalke, Leverkusen und Wolfsburg haben großartige Fußballspieler, die nicht miteinander harmonieren. Eigentlich Aufgabe des Trainers, aber da kommen wir zur zweiten These.
  2. Es gibt ein Problem in der Mentalität von Profi-Fußballern. Sie bekommen zu früh oder zu sehr das Gefühl vermittelt, den Verein mitgestalten zu können. Zu sehr das Gefühl, der Verein ist abhängig von ihnen. Schlechte Leistungen und Ergebnisse werden auf den Schultern des Trainers geladen, den die Mannschaft gegebenenfalls nicht einmal ernst nimmt. Ein international gestandener Fußballspieler tut sich vielleicht schwer mit einem mittelmäßig erfolgreichen Trainer aus der zweiten Fußballbundesliga.
  3. Die Vereine sind Schuld daran, dass es nur noch ganz wenige große Trainer gibt. Warum? Weil sie verheizt werden. In dieser Saison gab es bereits 11 Trainerwechsel, letzte Saison mit Wechseln am Saisonende 13 Trainerwechsel. Bei einer derartigen Fluktuation kann kein Trainer reifen. Unerfahrene, junge Trainer funktionieren bei Mannschaften mit vielen Perspektivspielern, aber nicht bei Mannschaften, deren Etat und sportliche Führung die Top 5 anstreben. Es sei denn, eine dieser Mannschaften wählt einen personellen Kahlschlag, sortiert alle etablierten, „satten“ Spieler aus und holt hungrige ehrgeizige Spieler.

Bolz & Grätsch E006 – Time To Say Goodbolz & Congrätschulations

Nach der kräftezehrenden Live-Tour durch das raue Ruhrgebiet sind die beiden Podcast-Plappermäuler zwar wieder in heimischen Gefilden angekommen, lassen die Abende aber nochmal Revue passieren. Ansonsten steht diese Episode unter der bleiernen Schwere des Ausscheidens aller deutschen Teams aus dem Europapokal. Leider war es für alle Time To Say Goodbolz. Erfreulich hingegen verlief der Besuch der beiden Verbalwunder beim deutschen FIFA-Finale, das einen überraschenden Gewinner hatte. Congrätschulations! Der Epilog wird dann geprägt von dem absurdesten Trainingsabsagegrund, der jemals in der Kreisliga über die Lippen gebracht wurde. Ernsthaft.

Für mehr von unserem Podcastprojekt, schaut doch mal auf: ww.bolzgraetsch.de vorbei!

Best of SPORT1-Fantalk-Auftritte

Mittlerweile sind wir ja schon so etwas wie Stammgäste von Thomas Helmer in der 11Freunde Bar in Essen-Rüttenscheid. Daher haben wir hier der Einfachheit halber mal einige Bilder und Videos aus den letzten Wochen gesammelt.

Fotos, Screenshots & Videos:

Das DIAGORAKEL sagt die CL-Auslosung (beinahe) voraus

Was gab es nicht alles schon für Orakel für Sportereignisse. Von Kraken über Kinder bis hin zu jeglichen Zootieren, die man sich vorstellen kann. Der Durst nach Nostradamus-Fähigkeiten war schon immer riesengroß. Und da es nicht schon genug Orakel gibt, haben wir uns von DIAGO auch mal an dieses Thema gewagt. Herausgekommen ist das schlechteste Orakel der Welt, aber seht selbst:

Und hier das (leicht) abweichende Ergebnis:

Immerhin Lotte hatten wir richtig.