Die Idee

Die Idee hinter einem Blog. Schwieriger zu ergründen, als das Liebesleben von Lothar Matthäus. Denn niemand setzt sich zufällig vor den Rechner oder hängt sich an sein Smartphone, um „einfach mal so“ einen Blog zu erstellen. Dem steht zumeist ein langwieriger, für Außenstehende schwer nachvollziehbarer Prozess bevor, der dazu führt, dass man sich die Zeit nimmt solch ein Projekt anzugehen.

Dieser Prozess ist meistens geprägt von Unverständnis über andere Blogs, persönliche Unzufriedenheit über Gegebenheiten im aktuellen Geschehen und dem selbstsicheren Gedanken es besser zu können. Es muss also viel zusammenkommen, damit man den Entschluss fasst einen nicht unerheblichen Teil seiner Freizeit in Texte zu stecken, die normalerweise nur ein paar wenige lesen. Schließlich gibt es allein in Deutschland mehrere hunderttausend aktive Blogs. Herzblut, Gedankengut und 200 Anschläge pro Minute auf der Tastatur dafür, dass im besten Fall ein bis zwei, bestenfalls auch real existierende Menschen, einen virtuellen, blauen, nach oben gerichteten Daumen vergeben. Man muss kein Wirtschaftsexperte sein, um zu registrieren, dass Aufwand und Ertrag hier dezent auseinanderdriften.

Warum also der ganze Aufwand? Ganz einfach: Genugtuung. Zumindest zunächst. Erstmal tut es einfach gut sich den Frust von der Seele schreiben zu können. Da spielt es keine große Rolle wie viele Menschen das letztendlich lesen. Mitleids-Like von Verwandten, geteilt von einem Fake-Account. Mehr Feedback darf man nicht erwarten. Spielt aber auch nur eine untergeordnete Rolle, hauptsache man ist seine Gedanken „los“.

Dieser Blog wurde also erschaffen, um Gedanken und Sichtweisen zum aktuellen Fussballgeschehen kund zu tun. Und verfolgt dabei nicht die Motive eines bestimmten Vereins. In der Satzung von DIAGO ist klar verankert, dass er sich keinem bestimmten Verein verschrieben hat. Übervereinlichkeit (Wenn es das Wort noch nicht gab, ist es hiermit offiziell erfunden) sollte immer gewahrt werden, auch um eine gewisse Distanz zum Thema zu wahren und die Übersicht nie zu verlieren. Fussball ist emotional, aber erklären kann man ihn nur mit kühlem Gemüt.

Wir wollen uns in keine Schublade stecken lassen, denn wir sind die Kommode!

 

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