Archiv der Kategorie: DIASHOW

#DIASHOW11 – The Bundesliga rises

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Leipzig führt die Tabelle an.  Was sich wie eine Schlagzeile der DDR-Liga aus den 80er-Jahren anhört, ist tatsächlich nun Realität in der Bundesliga des vereinigten Deutschlands. Mit ein wenig monetärer Hilfe aus Österreich ist der wilde Osten wieder zurück im Herzen des Fussballoberhauses in Deutschland. Gleichzeitig ist Leipzig aber auch einer der Gründe dafür, dass der Bundesliga wieder neuer Atem eingehaucht wurde. Nach vier langen Saisons der uneingeschränkten Herrschaft des FC Bayern, während derer die Schale virtuell schon im Januar im Schnee übergeben wurde, haben wir nun erstmals wieder ein offenes Rennen um Platz 1.

Die schwarz-gelben Ritter bringen die Spannung zurück

Doch der ausschlaggebende Grund dafür, dass wir nun nach elf Spieltagen einen offenen Titelkampf haben, ist nicht nur der Leipziger Höhenflug. Borussia Dortmund sorgte am Samstagabend dafür, dass der allmächtige FC Bayern endgültig sein menschliches Gesicht zeigte. Die deutsche Medienlandschaft hatte sich ja bereits im Vorfeld entschieden dieses Aufeinandertreffen fortan als „Klassiker“ zu bezeichnen. Klassischer, als jede Sonate von Johann Sebastian Bach hatte dieses Spiel die perfekte Bühne bekommen, um das ganz große Orchester auffahren zu können: Samstagabend, Flutlicht, Wolff Fuß, Westfalenstadion. Wer da nicht mal ganz kurz eine Hühnerpelle verspürt, sollte demnächst eventuell eher beim großen Kniffelabend mit einer lauwarmen Kamillenteeschorle im örtlichen Altersheim zusehen.

Zunächst standen vor allem die beiden Coaches und ihr Matchplan im Vordergrund.

Thomas Tuchel wählte dabei für sein Team den weitaus mutigeren Plan und nahm dem FCB, vor allem in den ersten 20 bis 25 Minuten, mit teils brutalem Pressing bzw. Gegenpressing die Luft zum Atmen. Durchaus folgerichtig ging sein BVB auch in der 11. Minute durch Aubameyang in Führung, der von der starken Vorarbeit von Götze profitierte. Überhaupt wollte Götze offenbar nachdrücklich den Beweis antreten, dass sein Münchener Gesicht nicht das wahre ist. Obligatorisch griff bei Neuer nach dem Treffer der Reklamierarm-Reflex und rief auf der Stelle die gesamte Twitter-Belegschaft auf den Plan. Stellvertretend dafür:

Nach der äußerst dominanten Druckphase von Schwarz-Gelb, kam der amtierende Meister besser in die Partie. Der Druck nahm bis zur Halbzeit immer mehr zu, doch ohne ein echtes Plus an hochkarätigen Torchancen zu kreieren. Vor allem Bartra musste ab Mitte der ersten Hälfte höllisch aufpassen. Denn nach einer frühen gelben Karte beließ es Schiedsrichter Stieler dann nach einem taktischen Foul an Lewandowski bei der allerletzten Ermahnung.

Die zweite Hälfte begann unverändert. Die Bayern machten das Spiel, Dortmund konnte weitestgehend nur noch reagieren. Die Chancen wurden zwingender und der BVB musste sich mehrfach von Bürki, der Latte oder der Abseitsfahne retten lassen. Mitten rein in diese Phase fiel ein katastrophaler Fehlpass von Routinier Alonso. Freistehend spielte er einige Meter vor der Mittellinie blind einen Rückpass zwischen die Innenverteidiger. Blöd nur, dass da lediglich Aubameyang stand, der die Turbinen anwarf und auf und davon war. Alonsos einziges Glück in dieser Szene war, dass Neuer mit seiner Präsenz das Tor verrammelte und Aubameyang nicht mehr, als einen Gewaltroller zustande brachte. Die Fragen nach Alonsos Eignung für die Zwecke der Münchner werden nicht leiser:

Wir sagen: Altersbedingt fehlen ganz einfach die entscheidenden Sekundenbruchteile in der Handlungsschnelligkeit, weswegen er in den Spielen gegen die großen Gegner immer wieder Schwächen zeigt.

Nach diesem Schreckmoment in der bayrischen Defensive, wurde der BVB im eigenen letzten Drittel wieder stabiler und hielt bis zum Schlußpfiff den Laden zusammen. Lediglich in der Nachspielzeit musste Bürki noch einen Lewandowski-Kopfball um den Pfosten gucken. Etwas angefressen gab Lahm nach dem Spiel im Interview zu Protokoll: „Das ist schön für die Liga, das haben sich doch alle gewünscht“. Schön ist in erster Linie mal, dass auf der Schale diesmal nicht gefühlt Schnee liegt.

Im Westen blüht der Osten auf – Urknall im Rheinderby

Die gute alte Standardphrase, wenn irgendwo im Westen Deutschlands etwas passiert, greift an diesem Spieltag ganz sicher nicht: Im Westen gab es reichlich Neues. Zunächst schwang sich RB Leipzig am Freitagabend in Leverkusen dazu auf, die Tabellenspitze zu erklimmen. Doch der Weg dorthin war alles andere, als leicht. Zwei Mal lagen die Leipziger zurück, kamen aber jedes Mal zurück und fuhren am Ende sogar den 3:2-Sieg ein. Manch einer sprach vor der Partie noch spöttisch von einer „Dauerwerbesendung“, wenn Bayer Leverkusen und RB Leipzig aufeinander treffen. Doch wenn der Busfahrer der Leipziger die Farbbomben nicht von der Windschutzscheibe gewischt hätte, wären sie sogar mit sechs Punkten nach Hause gefahren.

Bei RB hat man die Aktion eher mit Humor genommen. Man ist nun der historisch beste Aufsteiger und thront vom Gipfel der Liga. Ob das am Ende reicht, um das Lauterer Märchen von 1998 zu wiederholen, ist noch nicht abschätzbar. Vergleichbar sind beide Aufsteiger ohnehin nicht. Ein passenderer Vergleich ist vielmehr das Hoffenheim der Saison 2008/2009. Die TSG überwinterte sogar auf dem ersten Platz, brach aber letztlich im Verlaufe der Rückrunde deutlich ein und wurde am Ende dennoch beachtenswerter Siebter. Ob und wann der Einbruch in Leipzig folgt, wissen wir vielleicht erst nach dem 16. Spieltag, wenn der Aufsteiger nach München muss.

Noch etwas weiter westlich, in Mönchengladbach, stieg das Rheinderby zwischen der Gladbacher Borussia und dem FC aus Köln. Die Vorzeichen waren klar: Gladbach braucht Punkte um den Negativtrend zu stoppen und den Anschluss an das obere Drittel der Tabelle zu finden, während Köln genau in diesem Drittel bleiben möchte. Gladbach startete, wie versprochen und ging durch Stindl in Führung. Doch der FC kam durch ein Tor des Vollzeitgoalgetters Modeste zurück und glich aus. Als sich alles schon mit einer schiedlich friedlichen Punkteteilung abgefunden hatte, wollte sich Risse in der 91. Minute nochmal kurz zu Wort melden. Er hatte eine absurde Pointe für dieses Spiel parat, sagte sich wohl innerlich „Kumm dän hau isch d’r umme Ohr’n“ und jagte einen direkten Freistoß aus gut 22 Metern unhaltbar in den Giebel. In good old Cologne war plötzlich wieder Fastelovend und der Höhenflug geht weiter. Horn-Ersatz Kessler hatte wohl die bedeutsamsten Worte nach diesem Spiel: „Du versaust hier 50.000 Menschen irgendwie die Party und dafür spielst du Fussball“.

In Gladbach hingegen verdichtet sich die Unruhe. Auch wenn Eberl noch konkrete Antworten parat hat:

Der „Sympatico“ in Mainz und die Einschlafhilfe in Augsburg

In Mainz trafen sich an diesem Spieltag die wohl sympathischsten Mannschaften der Liga. Bei wohl keinen anderen Vereinen gibt es weniger Missgönner, als bei diesen. Und so dachten sich beide Teams auch: „Wenn uns schon keiner hasst, bieten wir wenigstens was für das Geld!“. 4:2 hieß es am Ende für die 05er und selbstverständlich hatten sich nach dem Abpfiff alle lieb. So lieb, dass man sich gleich noch für ein Rückspiel im nächsten Jahr verabredete, diesmal dann allerdings in Freiburg. Schön.

„Plötzlich Spitzenteam“ wäre wohl der Titel, wenn man die Spiele der Hertha seit der Rückrunde der letzten Saison verfilmen wollte. Tabellarisch ist man auch weiter im oberen Drittel dabei, auch wenn man beim 0:0 in Augsburg wahrlich keine Topleistung zeigte. Das Twitterteam der Hipster-Hertha war aber selbstverständlich wieder auf Betriebstemperatur:

Alter.

Schalke weiter auf großer Wiedergutmachungstour – Zweite Liga in Darmstadt

Schalke ist weiter dabei den grauenvollen Saisonstarn aus dem Gedächtnis seiner Fans zu löschen. Das gelingt weiterhin, in Wolfsburg gab es erneut einen Dreier. In Wolfsburg hingegen verschärft sich die sportliche Krise. Als hätte man bei VW nicht gerade schon genug Probleme:

Weiterhin denkt Coach Ismael darüber nach wieder als Dennis-Rodman-Lookalike Geld zu verdienen.

Wenn Dortmund gegen Bayern wie das schillernde Las Vegas klingt, dann klingt Darmstadt gegen Ingolstadt eher so nach Hoyerswerda. Auch tabellarisch traf sich der Keller und nicht die Luxussuite im zweiten Stock. Das Spiel hielt, was es versprach und war wahrlich nichts für die Gourmetabteilung. Ehrlicher, gearbeiteter Fussball. Mit dem besseren Ende für Neu-Coach Maik Walpurgis und seinen FCI. Offen bleibt nur, was sie früher mit Herrn Walpurgis bei seiner Haarfarbe gemacht hätten, wenn dieser während der Walpurgisnacht… aber egal.

Im Norden brennt noch Licht

Der Fussballnorden ist schon seit einiger Zeit wirklich schwer gebeutelt. Planloses Management gibt sich dort ja quasi die Klinke in die Hand. Umso schwerer war die Aufgabe also für den HSV gegen das aufstrebende Hoffenheim zu bestehen, das gegen die Bayern einen Punkt holte. Kann man beim HSV eigentlich mittlerweile von Katastrophentourismus oder Leichenbeschauung sprechen, wenn man sich deren Spiele ansieht? Doch die Hamburger hatten eine unerwartete Antwort auf die nie enden wollenden HSV-Witze: 2:2! Beachtliche Leistung für die Relegationskönige, mit der auch global gesehen nicht zu rechnen war:

Auch der andere norddeutsche Patient war kurz davor sich etwas Luft zu verschaffen. Im Spiel gegen die Frankfurter Eintracht konnte man endlich mal das volle Offensivarsenal auffahren, angeführt von San-Marino-Zerstörer Gnabry. Was bis kurz vor Schluss auch nach einem Punktgewinn aussah, wurde in der Nachspielzeit jäh niedergeschlagen.  Doch die Ansätze lassen immerhin hoffen.

DIASHOW – KW32//2015

Nach urlaubsbedingter Abstinenz startet auch unsere DIASHOW nun mit einer neuen Ausgabe in die Saison.

Dreifache Tunneldemütigung

In den Urlaub geschickt hat Kollege Franco Vázquez von US Palermo mal eben locker, flockig drei Gegenspieler. Per Tunnel. Ohne Netz und doppelten Boden. Unangespitzt.
In der Kreisliga wären jetzt drei Kisten Bier fällig, bei uns ist erstmal das passende Video dazu fällig.



Echte Liebe auf Schalke

Noch übler, als drei Mal getunnelt zu werden, ist dieser kleine Versprecher von dem königsblauen Kollegen, der sich bei 0:55 ins Bild schiebt. Als Schalker von „Echter Liebe“ zu sprechen – das ist in etwa so, als würde Nike mit dem Spruch „Impossible is nothing“ werben.
Bei seinen Schalker Kumpels hat er jetzt jedenfalls erstmal die ein oder andere Lokalrunde abzuarbeiten. Prost!



… and after all, you’re my WERDERWALL!

Foacking unbelievable: Eine kleine Enklave des SV Werder sang sich beim Testkick gegen West Ham United in die Herzen der verdutzten englischen Fans. Mit einer kräftigen Intonation des vielfach durch verstimmte Klampfen am Lagerfeuer an Badeseen vergewaltigten Oasis-Klassikers zeigten sie der „Stimmungswüste Premier League“ wie Support geht.

Und nochmal alle:
And after aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaall,
you’re my WERDERWALL!

Doch an der Weser bleibt man ja traditionell realistisch:



Die Leiden des jungen Draxler

Weltmeister und Langzeit-Talent Julian Draxler kokettiert bereits seit geraumer Zeit mit einem Wechsel zu einem europäischen Topclub. So auch in diesem Sommer. Wir haben in einem Artikel in dieser Woche mal seine Situation auf Schalke beleuchtet.

Lest ihr HIER!



Peps Gesichtsstarre

Vollkommen desillusioniert zeigte sich Pep Guardiola bei einer Pressekonferenz Anfang der Woche. Er starrt sekundenlang mit eher weniger cleverem Gesichtsausdruck ins Leere. Lassen die Pillen gerade nach? Hat er einen Gesichtskrampf? Oder…
Was genau wird Pep in diesem Moment klar?

– Dass er Bernd Stromberg immer ähnlicher wird?
– Dass Lord Bendtner mit einem lupenreinem Hattrick im Spiel ‪gegen den VfL Wolfsburg am 6. Spieltag seine Entlassung besiegeln wird?
– Dass er vor einiger Zeit mal gesagt hat, er hätte gerne „1000 Dantes“?
– Dass San Miguel wie Eigenurin schmeckt?

Oder ist er einfach gerade auf heftigsten Halluzinogenen?

Feuer frei für Memes aller Art!



Hairy Robben

Das klingt erstmal nach Schweinkram auf YouPorn. Klar.
Gemeint ist aber der Arjen. Mit Haaren. Auf dem Kopf.
Wird Zeit, dass die Saison beginnt.

Gefunden im Zentrum für Internetschwachsinn: Reddit.



Gefährdet die Bundesliga den Amateurfussball, Herr Watzke?

Im aktuellen Kicker zog BVB-Boss Hans-Joachim Watzke mit einer Aussage zu den geplanten neuen Anstoßzeiten der Bundesliga den Hass der Amateurfussballer auf sich. Den Wortlaut haben wir hier:

Und unsere Gedanken in ausführlicher Form gibt es HIER!



Schalke – Die Anfänger

Kevin-Prince Boateng fiel offenbar als Dritter Spieler des S04 nach Felipe Santana und Sidney Sam in diesem Sommer durch einen Medical. Da fragt man sich zwangsläufig, wer da eigentlich die medizinische Verantwortung bei Schalke trägt. Wir haben mal ein paar Vermutungen zusammengetragen:

Dr. Alban
Dr. Mabuse
Dr. Oetker
Dr. Dre
Dr. Evil
Doc Ock
Dr. Martens
Dr. Sommer
DR Kongo
Dr. Bob
Dr. Karl Theodor zu Guttenberg
Dr. Stephan Frank



Wenn alte Menschen neue Medien benutzen

Anfänger in Bezug auf neue Medien scheinen auch Mario Basler und Peter Neururer zu sein. Die beiden älteren Herren kommunizierten vogelwild über alle Kanäle der Kommunikation.



Götze und die Suche nach dem Sinn

Überzogene Erwartungen und Probleme mit Guardiola pflastern bislang beim FCB seinen Weg. Nun ließ er erstmals in einem Interview seine Zukunft offen. Wir erklären, warum Götze nicht zurecht kommt und wie eine Lösung aussehen kann. HIER!



Wenn der kleine Lionel durchdreht…

Der liebe kleine Lionel mit einem dezenten Ausraster.
Naja, er hat sich schließlich nicht umsonst den ganzen Arm tätowieren lassen.

Bad Boys 4 life!



Audi Cup – Der gelebte Bayern-Bonus

Der Audi Cup hat für uns einige elementare Fragen aufgeworfen, abseits vom Rasen. Wie kann das sein, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender, wie das ZDF, zur Primetime ein inoffizielles Vorbereitungsturnier des FC Bayern zeigt? Damit haben wir uns mal kritisch auseinander gesetzt. Lest ihr HIER!

Bei Twitter bekamen wir dann auch eher unbefriedigende Antworten:



 

Champions League bleibt dosenfrei

Mitte der Woche standen diverse Qualirunden zur Europa League und Champions League an. Besonders blamabel schied dabei Red Bull Salzburg aus. Nach einem 2:0-Sieg zu Hause gegen Malmö, kassierte man im Rückspiel auswärts eine 0:3-Schlappe und muss damit zum bereits ACHTEN (!) Mal in Folge die Segel in der CL-Quali streichen. Unfassbar.

Besonders schlimm ist aber natürlich diese Statistik:



Erste Pokalrunde

Am Freitag ging es dann endlich wieder los! Da der Supercup gefühlt kein echtes Pflichtspiel ist, beginnt die Saison mit der ersten Pokalrunde. Am Freitag gab es erstmal keine Überraschungen. Überraschend war lediglich diese Neuerung, die wir in Elversberg bestaunen durften:

11831641_986447284752299_3351407919629746131_n

 

In Elversberg startet der DFB offenbar beim Pokal-Spiel gegen Augsburg das Projekt „Grüne Kurve“. Dort werden Hochrisiko-Fans durch Pflanzen ersetzt. Eine naheliegende Lösung: Die aggressiven Problemfans kommen somit gar nicht erst ins Stadion und gleichzeitig sorgt man für erhöhte Sauerstoffwerte, die die Umwelt begünstigen. Eine Win-Win-Situation.

Am Samstag gab es dann die ersten Underdog-Siege. Viktoria Köln schaltete Union Berlin aus, Aue gewann gegen Fürth, Hoffenheim verlor gegen 1860 München und der SSV Reutlingen setzte sich in einem historischem Match mit 3:1 gegen Karlsruhe durch. Warum historisch? Weil alle drei Tore durch Elfmeter fielen und der KSC satte drei Platzverweise kassierte. Der helle Pokalwahnsinn.

Knapp einer Blamage entgehen konnte der SV Werder. Man brauchte jedoch 120 Minuten, um die Würzburger Kickers niederzuringen. Einen Preis kann man allerdings in Würzburg behalten. Den des schlimmsten Stadionnamens: Flyeralarm-Arena. Ja, ernsthaft.

Der größte Paukenschlag am Sonntag gelang zweifelsohne Carl Zeiss Jena. Fast schon mit Ansage setzte der HSV das erste Pflichtspiel der Saison in den Sand und verlor 3:2 n.V. gegen Jena. Dabei gelang sogar noch – wie soll es beim HSV auch anders sein – in der 94. Minute der glückliche Ausgleich. In Jena war man außer sich und darf sich nun ganz offiziell Telecomcupsiegerbesieger nennen. Geil.

Beim Spiel des Fünftligisten FC Nöttingen gegen den FC Bayern blieb eine Sensation zwar aus, dafür konnte man aber das zwischenzeitliche 1:1 bejubeln.

So teuer sich der FCN auch verkaufte, mit diesem Video reißen sie alle Sympathien ein, die sie vorher durch den couragierten Auftritt auf dem Platz aufgebaut haben.
Was. zum. Teufel.

Zweitligist Fortuna Düsseldorf entging noch knapper, als Werder einer Blamage. Es brauchte am Ende sogar ein Elfmeterschießen, um den Viertligisten Essen auszuschalten. Dort versagten der jungen Mannschaft des RWE dann allerdings die Nerven. Drei Essener verballerten.

 

DIASHOW – KW29//2015

 

Thema Nummer 1 in der abgelaufenen Woche war selbstverständlich der Transfer von Schweinsteiger zu Manchester United. Wir haben unsere Meinung dazu ja bereits in einem Artikel hinterlegt.

Bevor man allerdings beim FCB den Abschluss des Wechsels offiziell verkünden konnte, kam dem Medien-Greenhorn und Neuzugang Joshua Kimmich zuvor. Er plapperte brühwarm heraus, dass Schweini bei United anheuert. Derweil reagierte man in München wohl so:

Kalle Rummenigge, seines Zeichens vollkommen unterschätzter Dichter und Poet, hat mutmaßlich einen seiner größten Klassiker nochmal neu aufgelegt und auf Schweinsteiger umgemünzt:

Die nächste Frage ist dann folgerichtig, wer ihn denn ersetzen kann. Beunruhigt braucht man in München aber nicht zu sein, wenn man den Nachfolger schon in den eigenen Reihen hat.

Mit United ging es sofort mal auf große USA-Tournee und gleichzeitigem Kennenlernen der neuen Kollegen. Das sollte mit dem nötigen Respekt geschehen, man kann aber auch erstmal ein Zeichen setzen.

Dass die Fans alles andere, als erfreut über den Abgang ihres selbsternannten Fussballgotts waren, liegt auf der Hand. Doch nicht nur den Münchner Anhang traf es in dieser Transferperiode schwer.

 

——————————————————————————-

Da soll nochmal jemand sagen, dass die Einstellung in den tiefsten Ligen nicht auch bundesligareif sein kann.

Nach dem Motto: „Bloß nicht übertrainieren!“

Derweil verlor die TSG aus Hoffenheim laut kabel eins-Videotext ERNEUT gegen einen Kreisligisten – denkbar knapp.

——————————————————————————-

Vergangenen Montag jährte sich erstmals das „wahre“ Sommermärchen. Ein Jahr zuvor holte die DFB-Elf im Maracana den Weltmeistertitel. Zeit für ein paar Erinnerungen (Vorsicht! Wer nah am Wasser gebaut ist, braucht Taschentuchunterstützung):

Und um das alles abzurunden, gibt es nur eine Möglichkeit: Das gesamte Finale in VOLLER LÄNGE!

Wer nicht ganz so viel Zeit hat, spult einfach mal bis 3:25:40 vor. Spätestens ab da, hat auch der letzte hartgesottene Emotionsverweigerer Pipi in den Augen. Schnief.

——————————————————————————-

Neben den emotionalen Rückblicken auf vergangene Triumphe kann man sich auch die Zeit mit bedeutungslosen Testkicks vertreiben. Bedeutungslos sind sie allerdings nur, wenn Marcel „The Real Hammer“ Ndjeng nicht am Start ist.

Was. Ein. Huf.

——————————————————————————-

Aus der Welt des Frauenfussballs gab es letzte Woche eine traurige Nachricht: Sturmtank(in) Celia Sasic beendet ihre Karriere. Und das mit gerade mal 27 Lenzen. Da zuckt selbst Marcell Jansen zusammen und stellt empört fest: „Wie kann man die letzten zwei Jahre seiner Karriere nur SO wegwerfen?“.

Offenbar geht der Trend immer mehr zum frühen Karriereende. Wo soll das eigentlich hinführen?

DIASHOW – KW28//2015

Die Woche begann mit einem unscheinbaren Transfer, der es allemal in sich hat. Emir Spahic schließt sich dem Hamburger SV an. DER Spahic? Der Schlägerspahic? Genau der! Beweis gefällig?

Nach der Prügel-Aktion mit den Bayer-Ordner flog der Bosnier achtkantig aus dem Kader der Leverkusen. Vollkommen zurecht, sagen die meisten. Der HSV gibt ihm nun eine neue Chance. Sportlich sinnvoll, aber menschlich? Zweifelhaft.
Ohne Zweifel hatte Twitter danach die wunderbarsten Reaktionen parat:

So, reicht dann auch. Einer jedoch, der wusste mal wieder von nichts. Ein alter, verwirrter Mann reagierte auf den Transfer so:

——————————————————————————-

Die Vorbereitung nutzen viele Vereine mittlerweile als kleine Welttournee. Macht absolut Sinn in der kommerzialisierten Fussballwelt neue Märkte zu erschließen. Und so war beispielsweise der BVB bis Ende letzter Woche in Asien unterwegs. Oder wie man sie dort nennt: „Bollussia Doltmund“.
Okay, ‚tschuldigung.

Aubameyang, der alte Schelm, versteht unsere Stereotypen-Witze allerdings.

???? 😆😂😂😂😂😂 @shinji777k10 #asiatour #bvb

A post shared by Aubameyang (@aubameyang97) on

——————————————————————————-

In den Kreisligen dieser Welt wird übrigens schon wieder fleißig gegrätscht. Hier ein netter Videobeweis:

Also sorry, aber der geht nur zum Ball! SCHIRI!

——————————————————————————-

Auf ähnlichem fussballerischen Niveau bewegt sich die U23-Auswahl des, wie der Name schon vermuten lässt, winzigen Landes Mikronesien.

Bei der Quali zum olympischen Fussballturnier 2016 in Rio verlor das Team drei Mal unglücklich gegen Schwergewichte im Weltfussball: 0:38 gegen Fidschi, 0:30 gegen Tahiti und 0:46 gegen Vanuatu. Danach natürlich die übliche Phrasendrescherei:
„Man kann nicht alles auf die Defensive schieben“
„Die Fehler beginnen vorne“
„Immerhin blieb es zweistellig“
„Bis zum 0:10 gut dagegengehalten“
„Dann wurde es etwas zu hoch“
„Der Einsatz stimmte“
„Bei mindestens 20 von 46 Gegentoren auch viel Pech gehabt“

Fussballer eben.

——————————————————————————-

Am vergangenen Mittwoch jährte sich das legendäre, wahrscheinlich niemals mehr zu toppende 7:1 gegen Gastgeber Brasilien im WM-Halbfinae 2014. Der Meilenstein auf dem Weg zum Titel. Dieser unfassbaren, nicht in Worte zu fassenden Nacht wurde standesgemäß auf allen Social-Media-Seiten gehuldigt. Zwischen den ganzen Diashows, Texten und Retweets gibt es für uns nur einen einzig wahren Post, der diesem Spiel gerecht wird. Nämlich das Spiel in VOLLER LÄNGE IN HD! Film ab, dankt uns später.

Gänsehaut. Am ganzen Körper.

——————————————————————————-

Weniger erfreulich war die Nachricht über das große Liebesaus eines der deutschen Vorzeigepaare. Sami und Lena haben sich getrennt.

Den geplatzten Wechsel in die Glamourmetropole Gelsenkirchen hat Lena wohl einfach nicht verkraftet.

Das Singleleben hingegen scheint Khedira aber auch nicht schlecht zu stehen.

——————————————————————————-

Machen wir doch direkt mit Abschieden weiter. Ciro Immobile hat nun endgültig genug davon in Dortmund nicht zum Essen eingeladen zu werden und zieht weiter Richtung Sevilla.

Es ist quasi der „Immobilexit“ um in der aktuellen Worthybrid-Sprache zu bleiben. Danke, BILD.

——————————————————————————-

Noch jemand verabschiedete sich letzte Woche. Marcell Jansen gab überraschend sein Karriereende mit nur 29 Jahren bekannt. Unsere Gedanken dazu haben wir in einem Artikel niedergeschrieben.

Twitter weiß selbstverständlich den wahren Grund für das Karriereende.

Vom Spott bleibt er natürlich auch nicht verschont.

——————————————————————————-

Am Ende hielt die Woche noch die ganz große Bombe parat. Samstagnacht ging selbige hoch und BILD posaunte den Wechsel heraus. Schweinsteiger wechselt zu Manchester United. Aus Schweini wird Mr. Schweinsteiger.

Schweinsteiger geht als verdiente Vereinslegende. Dementsprechend blieben die gröbsten und leider mittlerweile üblichen Anfeindungen in allen (a)sozialen Netzwerken aus. Naja fast.

Beim Anblick dieses Fotos musste man viele Fans erstmal auf folgendes hinweisen:

Gewöhnungsbedürftig. Aber immerhin haben sie auch in Manchester körperbetonte Trikots. Das ist ihm ja wichtig.

DIASHOW – KW27//2015

Die Vorbereitung hat mittlerweile in allen Clubs begonnen und die Bundesliga bringt sich allerorten in Form. Bei bis zu 40 Grad macht das besonders viel Spaß. Klar.
Neuster medizinischer Erkenntnisse sei Dank, werden die Profis nach ihrem Urlaub erstmal in allen Bereichen des Körpers durchgecheckt. Hier haben wir beispielsweise ein seltenes Foto von Bane und Robin.

Vorbereitungszeit bedeutet natürlich auch immer eine Gelegenheit sich für die kommende Saison zu empfehlen. Manch einer übertreibt dabei aber maßlos, wie der Kicker hier aus Köln eindrucksvoll berichtet.
Kollege Simon Zoller schaltete wohl in den Beast-Mode und netzte in EINEM Trainingsspiel sage und schreibe VIER Mal. Wow, atemberaubend.
Also ich persönlich habe schon mal fünf Dinger im Trainingsspiel gemacht und saß am Sonntag danach 90 Minuten auf der Bank. Und der Kicker hat auch nicht berichtet.

Besonders viel Aufmerksamkeit bekam außerdem Thomas Tuchel bei seinem ersten Training mit dem BVB. Bild.de war das standesgemäß einen Ticker wert und betitelte diesen mit:

tuchel

Dortmund „tuchelt“ also los. Witzig, liebe BILD​. Bekommt jetzt jeder Trainer ein eigenes Verb?
Guardiolat Bayern sich demnächst zum Titel? Schalke breitenreitert auf einer Fehlentscheidung herum? Heckingt Wolfsburg die Verfolger ab? Favren die Gladbacher ein offensives Spiel? Labbadiat der HSV wieder zu viel von besseren Zeiten? Stögert der FC im Werben um einen Spieler? Oder schustert sich Darmstadt die Punkte zu?

Merkt ihr selber, oder?
——————————————————————————-

Während die Profis schon wieder schwitzen, sind die Amateure noch mit Regeneration beschäftigt. Nach einer harten Saison auf Asche regeneriert man am effektivsten in praller Sonne am mallorquinischen Strand mit zwei Promille. Klingt logisch, ist aber nur eine von vielen Möglichkeiten für die gute, alte Mannschaftsfahrt am Ende der Saison. Unseren Guide dazu, haben wir ebenfalls diese Woche veröffentlicht. Heutzutage darf aber dabei auch nicht das obligatorische Mannschaftsfoto fehlen. Den Preis für das Beste seiner Art vergeben wir an die Jungs vom SC Michelwinnaden mit ihrem Selfie-Stamm.

——————————————————————————-

Auch der Transfermarkt stand in dieser Woche nicht still. Ilkay Gündogan sorgte zuletzt mit seiner Verlängerung um ein weiteres Jahr beim BVB für gehörigen Unmut beim schwarz-gelben Anhang, der sich auch auf allen Social-Media-Kanälen niederschlug.

Wir haben uns dazu ebenfalls Gedanken gemacht, sind aber zu einem anderen Schluss gekommen, als die meisten Internet-Hooligans da draußen. Aki Watzke hat bei Vertragsverlängerungen ohnehin seine eigene Meinung und verzichtet auf ein Pokerface:

Überzogene Forderungen spielten auch in diesen Verhandlungen eine Rolle. Sprintmaschine Gervinho vom AS Rom wurde von Al-Jazira, einem Scheich-Club aus Abu Dhabi, umworben. Der Transfer platzte jedoch wegen „obszöner“ Forderungen Gervinhos. Dieser forderte nicht weniger, als einen Privatstrand mit Helikopter.

Dass ein Wechsel zu einem arabischen Scheich-Club mal am Finanziellen scheitert, hätte wohl auch niemand gedacht.

Lukas Podolski hingegen konnte sich mit seinem neuen Club schnell einig werden. Er wechselt zum türkischen Topclub Galatasaray.

Damit sorgte Prinz Peng bei Twitter für Erheiterung:

Auch der große FC Bayern machte diese Woche einen Transfer perfekt.

Zwei Fragen tun sich dabei auf:

——————————————————————————-

Am vergangenen Dienstang stand das Finale der U21-EM zwischen Schweden und Portugal an. Die deutsche Elf war zuvor bereits an Portugal gescheitert. Unser Fazit findet ihr hier.
Doch die Portugiesen konnten den Titel auch nicht holen. Sie verloren mit 4:3 n.E. gegen Schweden. Für die Schweden schloß sich damit ein ganz besonderer Kreis.

Was war passiert?
In den Quali-Playoffs gelang dem Franzosen Layvin Kurzawa in der 87. Minute des Rückspiels der vermeintliche Siegtreffer, den er mit diesem Salut höhnisch gegenüber den Schweden zelebrierte. Zwei Minuten später allerdings trafen die Schweden und katapultierten sich damit zur EM. Eat this!

——————————————————————————-

Ein weiteres Turnier erlebte diese Woche sein Finale. Die Copa América ging am Samstag zu Ende und fand mit Chile ihren Sieger, der 4:1 n.E. gegen Argentinien gewann.
Zuvor mussten die Chilenen im Halbfinale Peru aus dem Weg räumen. Dass das schmerzhaft sein kann, wenn Carlos „Collateral Damage“ Zambrano auf der anderen Seite mitspielt, zeigt diese Szene:

Wer die Zweikämpfe mit Zambrano ausgehalten hat, holt auch verdient den Titel. Nur einer, der geht mal wieder leer aus:

——————————————————————————-

Zum Schluss noch das wohl schönste und ehrlichste Zitat, was je über die Lippen eines Fussballers kam. Der Weltarjen sagte in der aktuellen 11Freunde-Ausgabe folgendes:

Wussten wir’s doch!

DIASHOW – KW26//2015

Wir schreiben den 28. Juni des Jahres 2015. Dieses Datum bekommt einen ganz besonderen Platz in der Ruhmeshalle von DIAGO, die noch den ein oder anderen Zentimeter Platz hat. Denn am heutigen Tag geht unsere neue, wöchentlich erscheinende Reihe DIASHOW an den Start. Hier werden wir ab jetzt für euch jede Woche die abgelaufenen sieben Tage zusammenfassen und ein mundgerechtes Round-Up zu allem was auf dem Fussballplaneten passiert geben. To go, versteht sich. Lehnt euch also zurück, denn ab jetzt könnt ihr problemlos bei allem mitreden, über das die coolen Kids immer so reden.

Und ab die wilde Fahrt!

Momentan befinden sich bekanntermaßen die meisten Profis noch im selbstverständlich wohlverdienten Erholungsurlaub. Da darf natürlich der obligatorische „Ich-mache-an-einem-der-angesagtesten-und-teuersten-Orte-der-Welt-Urlaub-einfach-so“-Post in allen sozialen Netzwerken nicht fehlen. Interessant ist neben dem Ort, aber auch die Begleitung. Meistens ist diese weiblich, unverschämt gut aussehend und beruflich offiziell Model, Designer, Moderatorin und Sängerin in Personalunion. Inoffiziell dann eher so „Keine Ahnung, warum die prominent ist“. Manchmal trifft man die Profis aber auch im Rudel an. In diesem Fall sogar ein besonderes Rudel. Das, wir nennen es mal, „literarische Trio“ um Hakan Calhanoglu, Marko Arnautovic und Gökhan Töre war gemeinsam unterwegs und hielt dies prompt bei Facebook fest. Funfact: Töre bedrohte Calhanoglu unlängst mit einer Waffe, woraufhin er sich in der Folge traumatisiert zeigte. Aber hey, was kümmert mich deine Waffengewalt von gestern!

——————————————————————————-

Auch die Amateurkicker der Republik befinden sich aktuell größtenteils im Urlaub. Da wird es nach dem letzten Spieltag Zeit sich in Schale zu schmeißen für die anstehende Saisonabschlusstour. Den Preis für das mit Abstand kreativste und oldschooligste Mannschaftsfoto verleihen wir hiermit feierlich an den TSV Grötzingen 05!

Eins noch: Die 70er haben angerufen und wollen den Style zurück.
Jetzt ist aber gut.

——————————————————————————-

Lieblingsziel für die Mannschaftsfahrt aller Kreisligakicker ist selbstredend Mallorca. Dort wird dann ein paar Tage nach dem Motto „Scheiß drauf, Malle ist nur einmal im Jahr“ gelebt. Doch es gibt einen, dem reicht das nicht.

Die Rede ist von Schalke-Jungkeeper Timon Wellenreuther. Er dachte sich wohl „Scheiß drauf, Malle ist für mich jetzt das GANZE Jahr!“ und ließ sich vom S04 an den ortsansässigen RCD Mallorca ausleihen. Kein ganz schlechter Arbeitsort für einen 19-Jährigen. Allerdings wird beim spanischen Zweitligaclub im Gegensatz zu einem Kreisligaclub Übermüdung und eine Fahne am Spieltag eher weniger geduldet.

——————————————————————————-

Ob die Kernkompetenz von Mario Götze nun Fussballspielen oder doch Social Media ist, müssen andere klären. Bei Letzterem macht ihm auf jeden Fall keiner etwas vor. Am Montag postete ein aufgebrachter FIFA-Spieler ein Foto seines zerstörten Controllers an die Facebook-Pinnwand des FC Bayern. Dort gab er zu verstehen, dass er mit Götze im Spiel einen entscheidenden Elfmeter verschossen hätte und er daraufhin das gute Stück zerdepperte. Er gab Götze dafür die Schuld und neben einer Standpauke seiner Mama zum Thema „Wertschätzung von materiellen Dingen“ mit dem Arbeitstitel „Das hat auch Geld gekostet“, gab es eine Reaktion bei Facebook von Golden Götze himself. Er bot dem Zocker mit einem spaßigen Text an den Controller in einem kleinen Fanpaket zu ersetzen.

Den Social-Media-Elfer hat er auf jeden Fall verwandelt. Nice move, Mario!

——————————————————————————-

Die weibliche Delegation des DFB kämpft derzeit weiter um Gleichstellung und will deshalb den WM-Titel in Kanada gewinnen. Das läuft bislang auch gar nicht so verkehrt, das Halbfinale ist bereits erreicht. In Sachen „Lockeres Abklatschen und/oder -klopfen“ müssen sie allerdings noch viel lernen. So ließ Torfrau und Kapitänin Nadine Angerer ihre Kollegin Jennifer Cramer ärger im Regen stehen, als Thomas Tuchel den HSV. Manche sagen Cramer würde noch heute darauf warten, dass sie jemand abklopft…

——————————————————————————-

Teil achtundzwanzig der Reihe „Fussballersatzveranstaltungen bis die Bundesliga endlich wieder los geht“ ist die U21-EM in Tschechien. Dort schafften die Jungs von Horst Hrubesch vergangenen Dienstag durch ein 1:1 gegen den Gastgeber die Quali für das olympische Turnier in Rio 2016.

Bemerkenswert: Das ist nicht nur die erste Teilnahme für Deutschland bei Olympia seit 1988 in Seoul, sondern durch eine Sonderregel dürfen dort in jeder Mannschaft drei Spieler mitspielen, die älter, als 21 sind. Prompt brachten sich also die zurückgetretenen Veteranen Lahm und Mertesacker ins Spiel, die bekanntermaßen wissen, wo im Campo Bahia die Bar ist.

Nach dem überaus blamablen Ausscheiden der U21 im Viertelfinale mit einem donnernden 0:5 gegen Portugal, ebbte die Euphorie allerdings schneller ab, als Horst Hrubesch „Flugkopfball“ sagen kann.

Vorgeführt, Lehrstunde erhalten, Einstellung äußerst fraglich und zu allem Überfluss noch undiszipliniert. Die Kritik war genau so verheerend, wie berechtigt nach der historisch höchsten Pleite einer deutschen U21 aller Zeiten. Aus dem #Kindheitstraum wurde schnell ein #Kindheitstrauma.

Als Ü21-Spieler könnten wir uns aber nach diesem Debakel auch Klose vorstellen, sofern Grande Miro 2016 seinen Kadaver noch über den Platz schleppen kann. Oder Kevin Kuranyi. Oder Martin Max.

Manch einer reagierte nach der Blamage dann etwas gereizt. Wunder Punkt: Getroffen! Das Logo der SportBild scheint nicht ohne Sinn rot zu sein.

Die Kollegen der Schottischen Furche brachten es zum Abschluss perfekt auf den Punkt.

Bleibt also nur das Warten auf die Bundesliga…

——————————————————————————-

Apropos Bundesliga. Die DFL hat den Spieplan für die kommende Spielzeit am Donnerstag bekanntgegeben. Eröffnen werden die Saison 15/16 Meister FC Bayern und Relegationsmeister HSV.

Keine ganz leichte Aufgabe für die Hanseaten direkt zum Start. Böse Zungen behaupten bereits, dass der HSV nach dem ersten Spieltag bereits wieder die Grillkohle auspacken kann. Denkbar wäre: 18. Platz, Torverhältnis 0:6. Wir lassen das erstmal auf uns zukommen, haben aber schon eine passende musikalische Untermalung für den Trailer von Sky:

Nach dem Motto „Grilling in the Name of Didi“.

——————————————————————————-

Zum Schluss noch eine etwas überraschende Wende: Der Eigentlich-Noch-FIFA-Chef und Tattergreis Joseph S. Blatter gab am Donnerstag bekannt, dass er gar nicht zurückgetreten sei.

Das S. steht offenbar für senil. Ob er dies nun wirklich ernst gemeint hat oder er sich nur nicht mehr an die letzten Wochen erinnern kann, muss noch geklärt werden. In jedem Fall aber eine weitere traurige Fortsetzung der Ereignisse um den Weltverband unseres geliebten Sports, in der sein Oberhaupt zurücktritt und sich einige Wochen später nicht mehr daran erinnern kann.

30Frt87