Alle Beiträge von Max Fritzsching

Die große Glaubensfrage: Kickers oder Tsubasa?

Wir alle kennen das folgende Szenario wahrscheinlich noch sehr gut aus unserer Kindheit:

Schule aus, schnell nach Hause, Ranzen in die Ecke donnern, Fernseher an.

Doch welche Zeichentrickserien haben wir Fussballverrückten eigentlich damals geguckt? Da gab es im Prinzip zwei Serien, die uns geprägt haben.

Im Mittelpunkt steht Gregor, der mit seiner Familie in eine neue Stadt zieht und dort bei einer Schulmannschaft über den Fussball Anschluss findet. Die Kickers werden vor allem wegen ihres Underdog-Images im Laufe der Serie als besonders sympathisch empfunden und versuchen sportliche Unzulänglichkeiten über ein großes Herz auszugleichen. Wenngleich Gregor der einzige wirklich begabte Kicker ist.

Auf YouTube kann man viele Episoden noch heute sehen!

 

Die Story ist zu Anfang exakt die gleiche. Der Hauptprotagonist Tsubasa zieht ebenfalls mit seiner Familie in eine neue Stadt und findet über das Kicken Anschluss in seiner Schule. Im Gegensatz zu den Kickers, sind die Mannschaften in denen Tsubasa spielt meist sehr gut. So spielt er sich auch über diverse Lokalauswahlen in die besten Nachwuchsteams des Landes.

Auf Clipfish kann man sogar die ersten 52 Episoden sehen (Geil!)

HIER

Also, in welchem Team seid ihr? #TeamKickers oder #TeamTsubasa?

Spielmacherkonferenz 2017 in Hamburg

Wir waren mal wieder im Namen der komödiantischen Fussballunterhaltung investigativ unterwegs. Diesmal verschlug es uns nach Hamburg. Genauer gesagt auf die Spielmacherkonferenz. Eine Zusammenkunkft von allem, was Rang und Namen hat im Sportmarketingbusiness. Und uns.

Die Kernfrage aller Vorträge und Panels war:

„Wie entwickelt sich der Fussball in den kommenden Jahren?“

Dies wurde hauptsächlich aus marketingtechnisches Blickpunkten betrachtet, die sich natürlich vor allem damit beschäftigen, wie der Fan als Konsument bestmöglich erreicht werden kann. Dort wurde der Blickwinkel der Vereine durch St. Pauli, VfB und BVB vertreten, aber auch die andere Seite der Marketing, die übertragenden TV-Sender und Webportale mit Perform-Group-Chef Dirk Ifsen, Transfermarkt.de-Chef Matthias Seidel und Onefootball-Chef Lucas von Cranach, kamen zu Wort. Doch auch der sportliche Aspekt kam nicht zu kurz. Ex-Profi Stefan Reinartz stellte ausführlich seinen Statistikansatz „Packing“ vor. Beeindruckend eloquent und vor allem deutlich fundierter, als dies während der EM 2016 allgemein in der Presse getan wurde. Darüberhinaus blieb eine von Taktikguru Tobias Escher geführte Diskussion über Jugendspielerförderung in Erinnerung. Besonders polarisierend war der Livepodcast der Online Marketing Rockstars Philipp Westermeyer und Sven Schmidt zum Thema Vermarktung der Bundesliga nach Vorbild der amerikanischen Sportligen NFL, NHL, NBA und MLB.

Alles in allem konnten wir sehr viele hochinteressante Ideen aufschnappen, sehr gute Kontakte knüpfen und einen intensiven Einblick in die Welt des Fussballmarketing mitnehmen. Ein rundum gelungener Tag.

Hier noch ein wenig Bildmaterial:

Bolz & Grätsch E010 – Die 90er: What is Bolz? Baby don’t Grätsch me!

Mit neonfarbenen Knicktlichtern am Arm und fetten Plateau-Buffalos an den Füßen, geht es für die beiden DJ-Bobo-Fanboys auf eine Zeitreise in das schrillste und bunteste Jahrzehnt des Fussballs: Die 90er! Es wird über die gute alte Zeit gequatscht, in der Max & Micha als Kinder ihre Liebe zum Gekicke entdeckten und bis heute nie verloren. Die vielen eigenen Anekdoten umarmen den geneigten Hörer mit dem wohligen Gefühl der Nostalgie und erwärmen sein Herz, wie eine dicke Helly-Hansen-Daunenjacke. Rave on!

Für mehr von unserem Podcastprojekt, schaut doch mal auf ww.bolzgraetsch.de vorbei!

Real kontert Juves Traumtor im Finale von Cardiff

Real Madrid heißt der Champions League Sieger 2017. Zum ersten Mal in der Geschichte verteidigte somit ein Titelträger seine Trophäe aus dem vergangenen Jahr. Der große Verlierer hieß somit Juventus Turin, das zum zweiten Mal in drei Jahren ein Endspiel gegen ein spanisches Top-Team verlor. Wir werfen einen Blick auf die Highlights des Finales.
Erste Halbzeit inklusive Traumtor
Quelle: Zlatan Ibrahimovic via Twitter

Die bessere Halbzeit des Endspiels war ohne Zweifel die erste. Zwei Teams standen sich auf Augenhöhe gegenüber und duellierten sich auf der großen Bühne. Insbesondere Juventus‘ Mut in den ersten 45 Minuten stach hervor, hatten die meisten doch eher eine defensive Meisterklasse vom italienischen Double-Gewinner erwartet. Trotz aller positiven Erkenntnisse ging die Alte Dame in Rückstand. Cristiano Ronaldos Schuss in der 20. Minute war noch abgefälscht und fand seinen Weg an Gianluigi Buffon vorbei ins Netz. Juve steckte jedoch nicht auf und kam nur sieben Minuten später zum verdienten Ausgleich. Der Ex-Münchner Mario Mandzukic erzielte ein fantastisches Tor per Fallrückzieher über den überraschten Keylor Navas hinweg.

Chancenreich war der Rest der ersten Halbzeit im Anschluss nicht mehr, stattdessen neutralisierte man sich etwas im Mittelfeld. Der greifbaren Spannung in Cardiff tat dies keinen Abbruch. Das Finale fand aus Sicherheitsgründen unter geschlossenem Dach statt. Damit handelte es sich um das erste Endspiel der Champions League aller Zeiten, das nicht unter offenem Himmel ausgetragen wurde.

Starke Antwort von Real in Hälfte zwei

Quelle: RMadridHome via Twitter

Die Antwort der Spanier war unter der Leitung von Zinedine Zidane verheerend, zumindest für Juventus. Die Italiener standen bereits zwei Minuten vor ihrem Gegner wieder auf dem Platz, doch wirklich bereit erschienen sie letztlich nicht. Stattdessen begann Real nach und nach, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Bereits in den Champions League-Quoten vor dem Spiel war man von vornherein der Favorit und konnte dies nun auch endlich unterstreichen. Unvermeidlicherweise führte dies zur abermaligen Führung der Königlichen. Casemiros Schuss nach einer Stunde wurde so unglücklich von Sami Khedira abgefälscht, dass die Flugkurve des Balls wiederum genau in die Ecke des Tores führte.

Nur drei Minuten später erzielte erneut Ronaldo das 3:1 für Real und beendete damit effektiv das Spiel. Von Juventus kam nicht mehr viel, stattdessen mussten sie sogar in der Schlussminute noch das vierte Gegentor hinnehmen. Der für den mit Sprechchören verabschiedeten Isco eingewechselte Marco Asensio erzielte damit auch noch das erste Finaltor seiner noch jungen Karriere.

Mal wieder Diskussionsbedarf

Letztlich war die Gelb-Rote Karte für Kolumbiens Nationalspieler Juan Cuadrado vor dem vierten Tor nicht mehr entscheidend, doch die Art und Weise wirft einmal mehr schlechtes Licht auf Sergio Ramos und den deutschen Schiedsrichter Felix Brych. Ramos foulte Cuadrado an der Seitenlinie und ging im Anschluss theatralisch zu Boden, um den Platzverweis gegen den schon verwarnten Juve-Akteuer zu provozieren. Dies gelang leider tatsächlich, da Brych nach kurzer Rücksprache mit seinem Assistenten die Ampelkarte zog.

Trotz der Kritik am sonst ordentlichen Schiedsrichter muss man letztlich konstatieren, dass Real nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft war. Somit hoben die Spieler zurecht erneut den Cup in die Höhe. Diesmal nicht in den Nachthimmel, sondern in Richtung Hallendach. Öfter mal was Neues.

Bolz & Grätsch E009 – Viva la Relegación!

Arriba, andale & hasta la vista: Die Saison 16/17 verabschiedet sich endgültig in ihren wohlverdienten Ruhestand. Der Schlussakt der Saison stellte mal wieder die Pokalfinals und die Relegationen dar. Die beiden heißblütigen Pseudo-Südländer blicken vor allem auf die Auf- und Abstiegsrunden und haben mal ein kleines Pro-und-Contra zu dem Thema diskutiert. In feinstem Spanisch-Kauderwelsch, klar.

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Nike never knew

Nach dem gewonnen CL-Finale gegen Juventus Turin erinnerte Cristiano Ronaldo mit einem alten Bild aus Kindertagen an seine Jugend. Medienwirksam aufgenommen von seinem Sponsor Nike, für die er schon länger als Testimonial fungiert. Soweit nichts Ungewöhnliches in der monetarisierten Fussballwelt heutzutage.

Nur blöd, dass einige spitzfindige Internet- und Bildexperten innerhalb von kürzester Zeit das Ursprungsbild aufgespürt und veröffentlicht haben. Dort ist nämlich ein größerer Ausschnitt zu sehen, der beweist, dass der kindliche Cristiano auf diesem Bild einen Pullover von Nike-Erzfeind Adidas trug. Ein schwerwiegender Recherchefehler.

In der Nike-Redaktion lief das vermutlich so ab:

Tja, Nike never knew.

No risk, no (Tay)fun

Borussia Dortmund musste nach der Absage von Toplösung Lucien Favre auf der Trainerposition etwas improvisieren. Und so zauberte mal letztendlich Peter Bosz von Ajax Amsterdam aus dem Hut, der zwar kürzlich eine junge Ajax-Truppe bis in das EL-Finale führte, aber darüberhinaus keine nennenswerte Reputation als Trainer hat. Vielversprechende Ansätze sind da, aber eben keine Sicherheit, dass er prompt in das Gefüge eines europäischen Topclubs, wie dem BVB, passt. Ein Restrisiko bleibt.

Doch wenn man in Dortmund schon von Restrisiko bei der Verpflichtung von Bosz spricht, was soll Bayer Leverkusen dann sagen, die offenbar ernsthaft in Erwägung ziehen Bestenfalls-Mittelmaß-Coach Tayfun Korkut weiterzuverpflichten?

Wahrscheinlich lief es etwa so ab: