Diegolazo – Als man an der Weser Samba tanzte

Der Bremer an sich ist ja eher für sein unterkühltes Gemüt und gelebten Pragmatismus bekannt. Schnörkellos, geradlinig und konsequent. Ein stoisches Original aus dem kühlen Norden. Was zu dieser Lebenseinstellung eigentlich so gar nicht passt, ist ein kleiner fröhlicher Pilzkopf aus dem fernen Brasilien. Ein kleiner, flinker Dribbler mit einer, sagen wir mal, sehr lebensbejahenden Spielweise. Der Ball ist nicht nur sein Freund, er ist wohl irgendwann mal mit seinem Fuß eine unauflösbare Symbiose eingegangen. Die Rede ist von Diego, der zwischen 2006 und 2009 das beschauliche Bremen verzauberte. Mit einer nie versiegenden Spielfreude zog er die Fäden im Mittelfeld Werders. Seine außergewöhnliche Technik verhalf ihm dabei immer wieder zu spektakulären Aktionen, die lange in Erinnerung bleiben. Doch neben den vielen auffälligen Aktionen mit Ball am Fuß, ist die wohl berühmteste Szene eine, in der er den Ball so weit es geht von seinem Fuß wegkatapultiert. Gemeint ist sein sagenhaftes Weitschusstor, das er 2007 im Spiel gegen Alemannia Aachen erzielte. Heute vor genau zehn Jahren nämlich.  Aus völlig verrückten 62,6 Metern Entfernung zog er ab, als er sah, dass der Aachener Keeper Kristian Nicht (zuvor bei einem Standard am Ende des Spiels aus dem Kasten gekommen) noch nicht wieder im Tor war und traf.

Wir überlegen ja immer noch uns in DIEGO – Der Fussballblog umzubenennen. Nur wegen diesem Tor. Klar.

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