Khedira beim FCB? – Die All-In-One-Lösung

Das Verletzungspech des FC Bayern nimmt derzeit ein episches Ausmaß an. Der langwierige Ausfall von Kapitän und Vorzeige-Allrounder Lahm setzt dem nun die Krone auf. Ausfälle gibt es in allen Mannschaftsteilen, besonders unangenehm drückt der Schuh aber im zentralen Mittelfeld. Dort ist lediglich Xabi Alonso vom eigentlich Stammpersonal übrig geblieben. Die anderen Alternativen sind mit Rode, Höjbjerg und Gaudino sehr unerfahren, auch wenn sie an der Seite vom großen, weisen Chefstrategen Alonso sicher nicht schlecht aussehen würden. Wo will man Sicherheit tanken, wenn nicht an der starken Schulter eines Welt- und Europameisters?
Gegen schwächere Teams eine probate Lösung. Stärkere Gegner aber erfodern erfahreneres Personal. Und von dem ist keines mehr vorhanden.

Wie kann der FC Bayern also reagieren? Eine Alternative ist das Aussitzen des Problems, also darauf zu hoffen, dass die verletzten Stammspieler schnellstmöglich zurückkehren. Das wäre ein äußerst riskantes Unterfangen. Nicht auszumalen, wie man wohl bei einem weiteren Ausfall von beispielsweise Alonso reagieren würde. Dann müsste vielleicht Guardiola selbst nochmal die Stiefel schnüren, er war ja schließlich auch Mittelfeldstratege.

Die sicherere Variante wäre in der Wintertransferperiode auf dem Transfermarkt noch einmal tätig zu werden. Hier bieten sich zwei Modelle an: Entweder einen Spieler leihen, der kurzfristig in der Rückrunde aushilft. Oder man holt einen Spieler mit dem man auch über dieses halbe Jahr hinaus planen kann.

So einer wäre Sami Khedira. Er ist schon seit längerem bei seinem Club Real Madrid unzufrieden mit seiner Rolle. Zu wenig Spielzeit wird ihm aktuell zuteil. Von daher dürften Wechselgedanken nicht vollkommen neu in Khediras Kopf sein. Die aktuellen Gerüchte aus Spanien besagen, dass der FC Bayern sich mit Khedira bereits über einen Wechsel einig wäre. Spätestens zum kommenden Sommer, wo sein Vertrag bei Real ausläuft. Strategisch absolut nachvollziehbar, denn die beiden jetzigen Strippenzieher im zentralen Mittelfeld sind mit Schweinsteiger und Alonso schon über 30. Außerdem verfügt Khedira bereits über reichlich internationale Erfahrung und würde als deutscher Nationalspieler der fortschreitenden „Spanisierung“ in München entgegenwirken. Positionstechnisch würde man hier also für die kommenden Jahre vorbauen, auch wenn der Weltmeister ein etwas defensiv denkenderer Spielertyp ist, als Schweinsteiger und Alonso. Interessant wäre aber auch ein Wintertransfer gegen eine kleine Ablöse. Denn dann hätte man die benötigte kurzfristige Lösung und die Langfristige in einem. Leidglich Real Madrid könnte dem einen Strich durch die Rechnung machen, denn dort fällt Modric nun längere Zeit aus. Ob man dieses Vakuum dann mit einem anderen Spielertyp, wie Khedira stopfen will ist eine andere Frage.

In jedem Fall wäre Sami Khedira für den FC Bayern die All-In-One-Lösung. Kurzfristig, wie langfristig.

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