Gleichberechtigung an der Pfeife? – CONTRA

Die Debatte um eine Beförderung von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus nimmt aktuell immer mehr Fahrt auf. Eine äußerst zwiespältige Diskussion, denn zwei Fragen stellen sich in diesem Zusammenhang so zwingend, wie die ewige gesellschaftliche Gleichberechtigungsfrage:
Warum soll eine beherzte Abwehrhaltung gegen eine maximal wohlwollend, freundliche Berührung von Pep Guardiola sie plötzlich mit derartiger medialer Vehemenz dazu berufen in der Bundesliga zu pfeifen? Und vor allem: Brauchen wir in einem Herrensport eine weibliche Spielleiterin?
Wir von DIAGO haben uns der Sache mal angenommen und führen für euch eine interne Debatte zu diesem Thema. Hier ist der Saft unserer Gehirnwindungen:

– CONTRA –

Warum derzeit überhaupt für eine Beförderung von Bibiana Steinhaus in die Bundesliga plädiert wird, erschließt sich genauso wenig, wie der effektive Vorteil, den man von einer Schiedsrichterin in der höchsten Spielklasse hätte.

Eine vehemente Abwehrbewegung gegen Guardiolas südländisch-kumpeliger Geste mit Körperkontakt soll also nun Beweis ihrer Kompetenz sein. Ihre fachliche Kompetenz als Spielleiterin mag für die Bundesliga reichen, ein elementarer Teil des Schiedsrichterseins wird aber nicht adäquat zu bedienen sein. Ihre Autorität wird man in der nunmal männerdominierten Sportart immer hinterfragen. Einen gewissen Chauvinismus bekommt man bei aller Toleranz der Gegenwart nicht aus dem Fussball.

Diese ständigen Diskussionen werden, ob des viel höheren Medieninteresses in der ersten Liga, nie abreißen und unterwandern damit die oberste Priorität neben der Neutralität eines Schiedsrichters: Nicht im Fokus stehen. Die fachliche Leistung wird also nie unvoreingenommen betrachtet werden können.

Umgekehrt aber bereichert Steinhaus als fachlich passable Schiedsrichterin die Liga nicht in dem Maße, dass man bei allen negativen Begleiterscheinungen hier noch von einem effektiven Nutzen sprechen kann. Die Kompetenz ihrer männlichen Kollegen ist sicher nicht frei von subjektiver und auch objektiver Kritik, Perfektion wird man aber auf diesem Feld ohnehin nie erreichen. Dafür ist das Schiedsrichterwesen zu diffizil und situations-, sowie wahrnehmungsabhängig.

Daher erschließt sich mir die Notwendigkeit der Installation eines weiblichen Spielleiters nicht.

Mein Fazit:

Belasst es im Männerfussball bei männlichen Spielleitern und verursacht keine unnötigen Nebenkriegsschauplätze. Die Schiedsrichterdiskussionen werden immer präsent sein, aber um weitere Facetten erweitern muss man sie nicht.

Andere Sicht der Dinge gefällig? Dann lest euch den passenden Pro-Artikel zur Diskussion um Bibiana Steinhaus durch. Hier geht’s lang!

Advertisements

Ein Kommentar zu “Gleichberechtigung an der Pfeife? – CONTRA”

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s